Anmerkungen und Nachweise
- „Eines Tages“, so erinnert sich Galina Wischnewskaja: bei Krzystof Meyer, Schostakowitsch – Sein Leben, sein Werk, seine Zeit, Mainz 2008, S. 374 f. – Die Sängerin Galina Wischnewskaja war seit 1955 mit Mstislaw Rostropowitsch verheiratet; beide waren mit Schostakowitsch befreundet.
- Krzysztof Meyer erzählt: ebd. S. 375
- Allerdings ist nur für weniger als die Hälfte des Werkes fis-Moll vorgezeichnet: nämlich für 306 von 648 Takten.
- Stephen Harris nennt Vorbilder für fis-Moll: in den Analysen seiner Webpräsenz quartets.de [http://www.quartets.de/compositions/ssq07.html, abgerufen am 22.8.2025]. Allerdings irrt Harris, wenn er schreibt: „This is also the key of Mahler’s tortured and unfinished tenth symphony.“ Mahlers Zehnte steht in Fis-Dur.
- Das Werk wurde am 15. Mai 1960 uraufgeführt: nach Stephen Harris (siehe oben).
- Durchaus überzeugend interpretiert Stephen Harris: Hier das von mir gekürzte und etwas frei übersetzte Original. „With a glissando on the viola from F to D flat we slip from the material world and into sleep. The first violin becomes silent and the hypnotic minimalist motif is heard again distinctly on the second violin, followed by the deeper-voiced viola recalling the soothing tune of the first violin and then the cello. Heavy and deep in sleep we can now only hear our heartbeat on the doublets of the second violin and experience our deepest, subconscious thoughts, disturbing, sinister, full of remorse and nostalgic, being played out on the viola and the cello an octave below it. Then with the return of the first violin we gradually float back into consciousness; the heartbeat disappearing and to the minimalist motif on the viola we gradually wake.“ (siehe oben)
- Von einer Sonatenform kann aber nicht gut die Rede sein: Arne Korpen bezeichnet in einer auf YouTube zu findenden Analyse den ersten Satz als „Sonata without development“ [https://www.youtube.com/watch?v=xUDpFR6VO8Q, abgerufen am 7.9.2025]. Die dort sich anschließenden, insgesamt durchaus aufschlussreichen Ausführungen bilden ein Beispiel für eine Formanalyse, die die Komposition an einem vorgefundenen Modell misst und die Abweichungen von diesem Modell zur Grundlage einer Interpretation macht. Die Idee zweier gegensätzlicher thematischer Abschnitte stammt aus der Sonatentradition, gewiss. Mehr lässt sich nur mit einigem argumentativen Aufwand sagen, der vor allem eines ist: unnötig. (Vgl. das Kapitel VI, “Nichts ist verheerender als die Modelle – Überlegungen zur Form“, im Beitrag über die Metamorphosen von Richard Strauss auf dieser Homepage.)
- mag man in Verbindung mit der Erkrankung und dem plötzlichen Tod Ninas Wassiljewnas zusammendenken: Ähnlich Peter Wiener, der eine biographische Deutung des Mittelteils des Lento anbietet, aber nur als Möglichkeit: „Der zweite Teil des Lento ist mit seinen punktierten Achteln in der 2. Violine und der von Cello und Bratsche unisono gespielten ergreifenden Melodie ein eindringlicher Trauermarsch – vielleicht dem Gedenken an die Widmungsträgerin geschuldet.“ [http://www.dr-peter-wieners.de/s—z/schostakowitsch/kammermusik/streichquartett-nr-7-fis-moll-op-108.html, abgerufen am 23.8.2025]