Haiku der Woche 42 – 18. Oktober 2020

Neben einigen von Sternrußtau, echtem und falschem Mehltau und Rost befallenen Rosen bilden diese Zinnien die letzten Farbflecken in meinem herbstlichen Garten.

 

 

Wiki weiß es genau: „Zinnien wachen als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen und Halbsträucher, die je nach Art meist Wuchshöhen von etwa 10 bis 100 cm erreichen. Die Stängel sind aufrecht bis niederliegend. Die ungestielten Laubblätter stehen meist gegenständig, selten nur fast gegenständig an den Stängeln“ usw. usw.

Da ist doch interessanter, was Birgit Wendling zu erzählen weiß: „Zinnien stammen ursprünglich aus mexikanischen Halbwüsten und leben dort als Stauden mehrere Jahre, denn dort gibt es keinen Frost. Wahrscheinlich blühen sie deshalb hier bis zum Frost, weil sie einfach nicht anders können. Tatsächlich war eine orangefarbige Zinnie die erste Blume, die 2016 in der Cupola der ISS aufgezogen wurde. Der US-Astronaut Scott Kelly rettete die kränkelnden Pflänzchen, indem er um die Genehmigung bat, sie nicht nach dem vorgegebenen Plan, sondern nach Gefühl bewässern zu dürfen.“

 

Nach Gefühl gehegt,
e
rste Blume im Weltraum –
s
trahlende Zinnie.

Birgit Wendling

 

Birgit Wendlings Gedicht ist ein Originalbeitrag für diese Homepage. Weitere Haiku aus ihrer Feder finden sich hier und hier und hier.