Das ursprünglich für den 11. September 2022 geplante Konzert wird verlegt, auf den 20. Februar 2023, und wird damit die Reihe der  Rosenmontagskonzerte des Rotary Clubs Hildesheim-Rosenstock –  Rosenmozart, Vielen Dank für die Blumen! und Bach-Blüten – fortsetzen.

 

 

Strings n‘ Roses

Rosen waren ja immer schon dabei, nun auch noch hochdosierte Strings. Acht Streichinstrumente finden sich, unter Führung von Alexander Bondarenko und Martin Fritz, zusammen, um Musik für Streichquartett, Streichquintett, Streichsextett und Streichoktett zu spielen. Drei Gäste haben sie eingeladen: die Sängerinnen Sonja Wolfram und Gesine Frank und den Schlagzeuger Paul Fritz.

Vor ziemlich genau 200 Jahren komponierte der damals erst sechzehnjährige Felix Mendelssohn Bartholdy sein Streichoktett op. 20, dessen erster Satz das Konzert eröffnen soll – ein „Zeugnis und Symbol strahlender Jugend“, wie ein Kritiker schrieb. Nach zwei barocken Einlagen (Hildesheims Lokalmatador Georg Philipp Telemann darf nicht fehlen) folgt dann ein Zyklus von europäischen Volksliedern, die kein geringerer als Ludwig van Beethoven arrangiert hat. Auch eine Welt-Uraufführung ist dabei: Sieben Tweets für Streichquartett und Schlagzeug von Wolfgang Volpers. (Mehr zu diesen ganz kurzen Stücken – jedes einzelne enthält nicht mehr Noten als eine Twitter-Nachricht, ein Tweet, Noten enthält – hier.) Nach einem Ausflug ins Tango-Land betreten die Strings dann die Rock-Jazz-Pop-Szene. Oldies but Goldies, wie Mother Nature’s Son, I Get Along Without You, Good vibrations, und eine Zugabe, die hoffentlich erbeten und erklatscht werden, jetzt aber noch nicht verraten wird.

 

Strings n‘ Roses ist ein Benefizkonzert, das in diesem Jahr gemeinsam mit der Musik an St:Michaelis durchgeführt wird. Die Musiker spielen ohne Gage, die Einnahmen werden verwendet u.a. für die Förderung digitaler Teilhabe für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Zeitgerecht werde ich eine Möglichkeit zum Kartenvorkauf hier an dieser Stelle einrichten

 


         (Entwurf: H. Weber)                  

 

 

Strings and Friends:

Alexander Bondarenko, Violine
Jonas Hartke, Violine
Friederike Mellinghoff, Violine
Charlotte Fritz, Violine
Wolfgang Volpers, Viola
Mirjam Strecker, Viola
Chun Yin Pang, Cello
Martin Fritz, Cello
Sonja Wolfram, Sopran
Gesine Frank, Mezzosopran
Paul Fritz, Schlagzeug

 

Das vorläufige Programm:

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Allegro moderato ma con fuoco aus Op. 20
Georg Friedrich Händel: Passacaglia
Georg Philipp Telemann: Adagio und Allegro aus dem Konzert für vier Violinen D-Dur
Ludwig van Beethoven: Sieben Volkslieder für Sopran, Alt und Streichquartett
Wolfgang Volpers: Sieben Tweets für Streichquartett und Schlagzeug
Gabriel Yared: Duos für zwei Celli – Pas de Deux/Pizzicati/TangoCello
Wolfgang Volpers: Tango „La Mariposa“ für Doppelquartett

 

Und natürlich auch Traditional & Co:

Traditional: Go, tell it on the mountain
Paul McCartney: Mother Nature’s Son
Lennon/McCartney: Eleanor Rigby
Susanne Paul: Heavy-Nummer
Hoagy Carmichael: I Get Along Without You
Hugo Unverhaun: Hoftanz
Brian Wilson/Mike Love: Good vibrations

und vielleicht eine Zugabe…

 

 

Der russische Geiger Alexander Bondarenko hat bei Adolf Leschinsky, einem Schüler von Carl Flesch, in Charkov/Ukraine und bei Jaroslav Alexandrov, Mitglied des Borodin Quartetts, an der Gnessins Musikakademie in Moskau studiert. Danach wurde er Mitglied des Rachmaninow Quartetts. In seiner 20-jährigen Mitgliedschaft hat das Quartett viele Konzerte gegeben, nicht nur in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, sondern auch im europäischen Ausland, wie z.B. Deutschland, England, Frankreich, Spanien, Skandinavien, Österreich, Ungarn, Schweiz und Italien, in Konzertsälen wie dem Schauspielhaus, dem Meistersaal, der Französischen Kirche in Berlin, dem Gasteig München und dem Gewandhaus Leipzig. In zahlreichen Konzerten ist er als Solist aufgetreten. An der Musikfachschule in Sotschi erteilte er viele Jahre Geigenunterricht. Im Jahr 2000 wurde er von Präsident Boris Jelzin mit dem Titel „Verdienter Künstler Russlands“ ausgezeichnet. Seit August 2004 lebt Alexander Bondarenko mit seiner Familie in Hildesheim. Neben Engagements am Stadttheater und seiner Tätigkeit als Musikpädagoge im Fach Violine ist er Konzertmeister des Orchesters St. Lamberti Hildesheim, Solist und Leiter des Ensembles „Vivaldi Collegium“ und erster Geiger des Bondarenko-Quartetts. Mit verschiedenen Ensembles konzertiert Bondarenko im In- und Ausland. Alexander Bondarenko leitet gemeinsam mit Martin Fritz die Strings n‘ Roses.

 

 

Martin Fritz studierte Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Nach Abschluss des Studiengangs Künstlerische Ausbildung folgte ein Aufbaustudium Advanced Solo Studies an der Guildhall School of Music and Drama London bei Prof. Stefan Popov und Anthony Pleeth (Barockvioloncello). Danach Aushilfen bei verschiedenen Orchestern Norddeutschlands (Oldenburg, NDR Hannover, Hildesheim). Angeregt auch durch Meisterkurse bei Anner Bijlsma bildet die Konzerttätigkeit im Bereich der historischen Aufführungspraxis einen wichtigen Schwerpunkt. Es folgen Engagements bei verschiedenen Ensembles für Alte Musik und seit 2000 die regelmässige Mitarbeit bei Concerto Köln. Eine rege Kammermusiktätigkeit zum Beispiel als Cellist des London Fortepiano Trio und des Marcolini Quartett auf historischen Instrumenten runden das musikalische Schaffen von Martin Fritz ab. Seit 2003 ist er Lehrer für Violoncello und Kammermusik an der Musikschule Hildesheim. Martin Fritz leitet gemeinsam mit Alexander Bondarenko die Strings n‘ Roses.